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Sie bildet den triumphalen Unterbau für das achtseitige, um einen Tambour erhöhte Kuppelgeschoss, das die Kirche beherrscht. Das Hauptgesims auch um den Turm herumgeführt. Langhaus und Chor jeweils mit laternenbekröntem Mansarddach geschlossen, der Westturm mit gleichartigem Abschluss und offenem Glockengeschoss.</p> <p>Die äußere sparsame Gliederung auf das Innere übertragen. Ionische Pilaster mit Rücklagen gliedern und rhythmisieren den in Langhaus und Chor einstöckigen Wandaufriss. Das über einem umlaufenden, vorkragenden Gesims ansetzende, durch Gurtbögen unterteilte Tonnengewölbe wird über Chor und Langhaus durch tief einschneidende Stichkappen optisch einem Kreuzgratgewölbe angenähert. Der Kuppelbau innen als Achteck mit zweigeschossiger Pilasterordnung, Tambourgeschoss und hölzerner Achteckkuppel ausgeführt. Im Gegensatz zu früheren Entwürfen von <persName role=\"artist\" xml:id=\"d-VqIp4fmX\">Couven</persName> wurde eine strengere Gliederung und eine plastischere Modellierung der Baukörper im Sinne römischer Schwere vorgenommen. Raumabfolge mit Langhaus, quadratischem Mittelraum mit ausgerundeten Ecken und Chor ähnlich der Kirche (1729–33) von <persName role=\"artist\" xml:id=\"d-WtgzkZdW\">J. C. Schlaun</persName> im benachbarten Wittem, doch ist die Verschmelzung der einzelnen Raumabschnitte hier organischer gelöst. In St. Johann Bapt. findet diese Durchdringung nicht statt, es entsteht kein einheitlicher Innenraum, stattdessen eine Aneinanderreihung verschiedener Raumkompartimente, bei der Turm, Langhaus und Chor dem zentralen Kuppelraum untergeordnet sind. <persName role=\"artist\" xml:id=\"d-3SSFXTPH\">Couven</persName> dürfte mit Raumanlage und -gliederung des stark überhöhten Kuppelbaus an das Oktogon der Neumünsterkirche in Würzburg (um 1711) angeknüpft haben, wenn er auch die Raumschöpfungen Süddeutschlands qualitativ nicht erreicht. Im Rhein-Maas-Gebiet gibt es aber keinen zweiten Sakralbau, der mit einem so sicheren Gefühl für barocke Szenerie als Bekrönung von Stadtbild und Landschaft komponiert ist.</p> <p> <gloss xml:id=\"d-GSvZ8vdE\">Berdolet-Altar</gloss>, ein Kronenaltar auf vier Säulen vor geschwungener Altarwand mit flankierenden Engeln und Marmorsarkophag unter der Mensa, Lütticher Arbeit des <date>18. Jh.</date> 1804 als Hauptaltar im Dom aufgestellt, 1875 abgebrochen und gelagert, <date dh:type=\"Restaurierung\">1975–79</date> rest. und ergänzt und hier an der Stelle des Hochaltars (1830 verkauft, heute in Niewenhagen bei Heerlen, Niederlande) aufgestellt. – In den Kuppelnischen seit 1969 <gloss xml:id=\"d-P3ULMbw4\">Apostel</gloss>, niederländisch, <date>18. Jh.</date></p> <p> Kirchenschatz, neben dem des >> Münsters der bedeutendste in Aachen: <gloss xml:id=\"d-bQm34Dh1\">Ikone des hl. Nikolaus von Myra</gloss>, byzantinisches Mosaik, <date>um 1100</date>, mit dem Brustbild des Kirchenlehrers, in silbervergoldetem, getriebenem Rahmen, <date dh:type=\"Ergänzung\">A. 13. Jh.</date> aus Aachen. – <gloss xml:id=\"d-cBgABUOm\">Staurothek</gloss> in der Form eines Doppelkreuzes mit Lilienenden, Aachen, <date>um 1230/40</date>. Holzkern, die Vorderseite mit Filigran, Edelsteinen und Perlen reich besetzt, auf der Rückseite in Niello Lebensbaumranke mit Kruzifixus mit Ecclesia und Evangelistensymbolen sowie Majestas domini mit Engelsfiguren. – <gloss xml:id=\"d-wf3EQmOC\">Reliquienbüste Johannes Bapt.</gloss>, Aachen, <date>3. V. 14. Jh.</date>, Krone vermutlich älter. Treib- und Gussarbeit in Silber, unter dem Einfluss böhmischer Arbeiten entstanden. – <gloss xml:id=\"d-7Oi31O8z\">Reliquienbüste des hl. Laurentius</gloss>, Silber und Kupfer vergoldet. Die im Umkreis des <persName role=\"artist\" xml:id=\"d-Zy4XKVXp\">H. von Reutlingen</persName> entstandene Büste <date dh:type=\"Umgestaltung\">1867</date> erheblich überarbeitet. – Silbervergoldete zylindrische <gloss xml:id=\"d-HOm5m17v\">Turmmonstranz</gloss>, <date>1619</date> dat., gemarkt mit dem Meisterzeichen des <persName role=\"artist\" xml:id=\"d-8tqnFXV1\">D. von Rath</persName> (vgl. die Monstranz in >> St. Foillan in Aachen).</p> </div>"
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							"<wrap xmlns:dh=\"http://www.digicult-verbund.de/ns/dh\"><objectName type=\"preferred\" xml:id=\"d-vWtO1j5x\">Kath. Pfarrkirche St. Michael</objectName> (<address> <street>Michaelsbergstraße</street> </address>): Nahe der >> kath. Pfarrkirche St. Johann Bapt. gelegene dreischiffige barocke Backsteinbasilika mit Blausteingliederung, einem nur wenig vortretenden Ostquerschiff, rechteckigem Chor mit dreiseitigem Schluss und Mansarddach sowie Westturm. <date>1748–51</date> errichtete <persName role=\"artist\" xml:id=\"d-1uOF1X3M\">J. J. Couven</persName> im Auftrag der Äbtissin <persName>Anna Karola Margarete von Renesse</persName> einen Neubau anstelle einer romanischen Säulenbasilika der 1. H. 13. Jh. Aus finanziellen Gründen wurde der vereinfachte zweite Entwurf ausgeführt, unter Verzicht auf Seitenkapelle, ein weiteres Langhausjoch und den Turm. Das Langhaus von urspr. drei Jochen schloss an den romanischen Westturm des Vorgängerbaus an, flankiert von zwei Kapellen. Bei der Erweiterung <date dh:type=\"Erweiterung\">1891/92</date> durch <persName role=\"artist\" xml:id=\"d-fj4tDR9a\">P. Peters</persName> Abbruch des Turms. An seiner Stelle ein mit den Kapellenbauten verbundenes querschiffartiges Joch, verlängert um ein weiteres Joch und den vorgesetzten neubarocken Turm. Diesem das 1861/62 entstandene triumphbogenartige <hi rend=\"ul\" xml:id=\"d-XInPVgm4\">Blausteinportal mit Madonna und musizierenden Engeln</hi> vorgeblendet, 1860 von <persName role=\"artist\" xml:id=\"d-hdp3G8Io\">G. Göttig</persName>. Nach Zerstörung im II. WK 1949–58 von <persName role=\"artist\" xml:id=\"d-KdHkPaYV\">P. Salm</persName> und bis 1984 von <persName role=\"artist\" xml:id=\"d-YUXgzBsH\">H. Küpper</persName> in den erhaltenen Außenmauern wiederaufgebaut. Z. T. frei rekonstruiert wie über dem Glockengeschoss die offene, hohe Stahlbetonlaterne mit geschweifter Haube und schlanker Spitze (1974 vollendet, <persName role=\"artist\" xml:id=\"d-EzlBppcZ\">H. Küpper</persName>). Der Bau <persName role=\"artist\" xml:id=\"d-7TQD6uhR\">Couvens</persName> nimmt das basilikale Schema des Vorgängerbaus auf und zeigt bereits die strengeren, auf den französischen Klassizismus verweisenden Stilelemente aus der mittleren Schaffensperiode des Architekten. Eine ausgewogene Reihung der architektonischen Glieder Turm, Langhaus, Vierungshaube und Chorraum prägt den Bau. Mögliche Vorbilder sind Saint- Roch und Saint-Sulpice in Paris sowie die Jesuitenkirche in Lüttich. Details wie die Ausrundung des Chors und der Querhausecken oder die als Hauptgliederungsmotiv eingesetzten Blendnischen der Chorseite weisen auf die Formensprache von <persName role=\"artist\" xml:id=\"d-pEkp71ra\">J. C. Schlaun</persName>. Innen durch flache Pilaster mit umlaufendem, stark hervorspringendem und über den Pfeilern verkröpftem Gebälk gegliedert. Zwischen den breiten Gurten des Mittelschiffs und der Querhausarme Tonnengewölbe mit Stichkappen, in den Seitenschiffen Hängekuppeln und Kreuzgratgewölbe im Chor; die unbelichtete Vierung mit Flachkuppel. Von der ehem. Rokoko-Ausstattung nur Fragmente erhalten, so <gloss xml:id=\"d-3019gZAa\">Tabernakelaltar</gloss>, <date>1751–54</date>, und <gloss xml:id=\"d-vEXWfLV5\">Kommunionbank</gloss>, <date>1751</date>, nach Entwürfen von <persName role=\"artist\" xml:id=\"d-MIqJHjfr\">Couven</persName>; <date dh:type=\"Rekonstruktion\">1962/63</date> rekonstruiert. – Lütticher <gloss xml:id=\"d-2UpFnqPr\">Prozessionsaltar</gloss>, <date>M. 18. Jh.</date>, mit <gloss xml:id=\"d-EcD8mCCW\">Madonna</gloss> des Lütticher Bildhauers <persName role=\"artist\" xml:id=\"d-qptIPmnC\">F. Détombay</persName>, <date>um 1780</date>. – Reich geschnitzte <gloss xml:id=\"d-Z1w9SCKv\">Kanzel</gloss>, <date>1767–69</date> (Leihgabe des Suermondt-Ludwig-Museums). – Silbergetriebene und vergoldete <gloss xml:id=\"d-P9qRJRkr\">Paxtafel</gloss> auf Klauenfüßchen, Aachen, <date>A. 15. Jh.</date>; die in Maßwerk aufgelöste, giebelförmige Schauseite mit applizierter Reliquienkapsel.</wrap>"
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